ueber den Airedale Terrier

 

 

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Hier finden Sie - beeinflußt von persönlichen Erfahrungen und Einstellungen -

Typisch Airedale!

Was ein Airedale braucht

Was ein Airedale gern tut

Sprüchesammlung              

Geschichtliches

Aus meinem Leben mit Haustieren              

Ratschlag eines erfahrenen Airedales an einen Junghund              

 

 

Typisch Airedale!

 

Der Airedale ist - so wird allseits berichtet - ein Sturkopf, ein Dickschädel, er ist nicht leicht davon zu überzeugen, daß irgendein Verbot auch für ihn und stets und immer gilt - wenn er heute etwas "gelernt" hat, dann heißt das nicht, daß er nicht morgen wieder versuchen wird, erlernte Regeln in Frage zu stellen. Vielleicht wartet er auch mit seinem Regelverstoß solange, bis Sie ihn dabei sehen - und er scheint dabei zu grinsen! Glauben Sie nur nicht, er habe nicht begriffen, was von ihm erwartet wird - er dreht nur gerade den Spieß um und macht sein Spielchen mit Ihnen. Hier hilft Ihnen dann nur, den noch größeren Sturkopf zu haben und Ihre Regeln durchzusetzen, aber niemals mit Gewalt, aber auch niemals nur halbherzig - er weiß jede Gesetzeslücke zu nützen! -, eben mit "liebevoller Konsequenz".

 

Der Airedale ist intelligent. Es kommt vor, daß er einen "Befehl" auf seine Sinnhaftigkeit oder Begründetheit überprüft, ehe er sich entschließt, diesem Befehl Folge zu leisten. Häufig zu beobachten in freier Flur, wenn Sie "hier!" rufen - Ihr Airedale guckt sich um, ob ein Jogger, ein Radfahrer, ein anderer Hund, ein Stück Wild der Grund für Ihren Ruf ist, und dann entscheidet er, ob Sie ihm wichtig genug sind, jetzt und nicht später zu Ihnen zu kommen oder ob nicht eine andere Unternehmung lohnender erscheint. Der Airedale ist intelligent genug, die Funktion von Trimmtisch, Krallenzange oder Augentropfenfläschchen zu begreifen und entsprechende Vorsorge zu treffen (er verschwindet), er weiß auch, was Ihre Kleidung (Stiefel, Wetterjacke), gepackte Koffer, der Griff zum Autoschlüssel bedeuten und auch hier ergreift er Vorsorge (er weicht Ihnen nicht mehr von der Seite). Er ist überzeugter Anhänger des Vorführeffekts, gern auch bei Prüfungen. Ich kenne einen Airedale, der beim "Revieren" auf dem Hundeplatz den Kopf tief nimmt, um die Füße des Figuranten unter dem Versteck zu sehen und ihn dann ohne Umweg über die leeren Verstecke zu stellen; dieser Airedale hält nicht viel von Intelligenz und Lernfähigkeit seines Hundeführers, der ihn immer wieder in leere Verstecke schicken will.

 

Der Airedale ist kreativ. Wenn Sie seinen Geist und seinen Körper nicht fordern, dann geht er seinen eigenen Vorstellungen von sinnvoller Beschäftigung nach. Und Sie dürfen sicher sein: ihm fällt etwas ein! Die meisten Verhaltensforscher sind der Überzeugung, daß neben dem Menschen nur wenige Säugetiere, z.B. der Biber, ihre Umwelt aktiv gestalten und verändern - ich weiß, daß der Airedale das auch tut. Es ist wenig wahrscheinlich, daß sich Ihre Vorstellungen von geeigneter Umwelt mit denen Ihres Airedales decken.

 

Der Airedale ist nicht wehleidig. Wenn Sie merken, daß es ihm gesundheitlich nicht gut geht, dann ist er längst ernsthaft krank und Sie sollten schnell handeln. Andererseits weiß er ein Hinken oder einen leidenden Ausdruck zur Durchsetzung seiner Ziele ganz bewußt einzusetzen - dann ist er nicht krank!

 

Der Airedale ist kein Hellseher, auch wenn er oft den Eindruck erweckt. Er ist äußerst lernfähig - aber die Bedeutung Ihrer Worte muß er eben erst lernen.

 

Ist er über seine ziemlich mäkelige Jugendphase hinweg, dann ist der Airedale ausgesprochen verfressen, und er schreckt auch nicht vor Mundraub oder gar Diebstahl zurück. Achten Sie auf seine Linie - ein dicklicher Airedale sieht nicht nur schlimm aus, seine Gesundheit leidet auch unter Übergewicht.

 

 

 

Was ein Airedale braucht

 

Zeit:

Je mehr Zeit und Aufmerksamkeit Sie Ihrem Neuankömmling widmen, um so problemloser wird er sich in Ihr Familienleben einfügen können. Geben Sie ihm aber auch die Zeit, "erwachsen" zu werden.

 

Gesellschaft:

Der Airedale will und kann nicht den ganzen Tag allein und auf sich gestellt leben; er will mit Ihnen leben. Lassen Sie ihn zu lange allein, kommt er auf dumme Gedanken und setzt diese sofort in Handeln um oder er stumpft ab. Der Airedale ist kein Zwingerhund! Auch als Sporthund braucht er unbedingt Familienanschluß.

 

Zaun:

Ihr Gartenzaun sollte unbedingt absolut dicht sein - wo die Nase Ihres Airedales durch paßt, paßt der ganze Hund durch...

 

Bequemlichkeit:

Der Airedale weiß eine bequeme Lagerstatt zu schätzen, die natürlich immer da sein sollte, wo Sie sich gerade aufhalten, da er ja an Ihrem Leben Anteil nimmt. Er sollte aber natürlich auch ein ruhiges, zugfreies und gemütliches Plätzchen haben, wohin er sich zurückziehen kann oder wohin Sie ihn schicken können, wenn Sie ihn wirklich gerade nicht brauchen können.

 

Kamm und Bürste:

Die Vorbereitung für eine Ausstellung ist ein Kapitel für sich - aber im allgemeinen braucht Ihr Airedale nicht jeden Tag gebürstet und gekämmt zu werden. Spätestens alle 3 Monate sollten Sie ihn trimmen oder zum fachkundigen Trimmer gehen, damit Ihr Airedale auch aussieht wie ein Airedale.

 

Speisen und Getränke:

Auch wenn er sich so benimmt, der Airedale ist kein Müllschlucker und kann nicht von Tischresten ernährt werden. Ob Sie ihn ausgewogen selber bekochen oder gutes Fertigfutter nehmen, ist ihm letztlich egal, Hauptsache gut, ausreichend (aber auch nicht mehr!), regelmäßig und nicht "vor der Arbeit". Frisches sauberes Wasser soll ihm ständig zur Verfügung stehen.

 

Beschäftigung:

Der Airedale ist ein Menschen-Hund (auch wenn er ein Hunderudel zu schätzen weiß), der gerne mit Ihnen ein Team bilden will und auch im allgemeinen gern  Aufgaben erledigt, die Sie ihm erteilen. Hat er keine Beschäftigung, keine auch geistige Anregung, kommt er wieder auf dumme Gedanken - siehe oben! Ist Ihr Airedale gesund und nicht zu dick, dann unterschätzen Sie seinen Bewegungsdrang nicht - einmal täglich um den Block ist keinesfalls ausreichend!

 

Service und Checkup:

Jährliche Impfung, regelmäßige Wurmkuren und die Versorgung im Krankheitsfall machen es nötig, daß Sie sich einen Tierarzt suchen, dem Sie - und Ihr Hund - vertrauen.

 

Humor:

Wenn Sie immer noch entschlossen sind, sich einen Airedale ins Haus zu holen, dann brauchen Sie eine gute Portion Humor - mindestens so viel, wie Ihr Airedale hat...

 

 

 

Was ein Airedale gern tut

 

Der kreative Unternehmungsgeist eines nicht so ganz ausgelasteten Airedales ist schon erwähnt worden. Vielleicht fehlt Ihnen noch die Vorstellung, was ein Airedale an Eigeninitiative entwickeln kann? Hier eine - unvollständige! - Sammlung airedaliger Tätigkeiten:

 

Grabungsarbeiten:

Neben dem Wunsch, sich bis Australien durchzubuddeln, liebt der Airedale das Spiel "ich finde alle Schneeglöckchenzwiebeln, die du gesetzt hast! Wetten?"

 

Warentests:

Ihr Airedale prüft gern die Haltbarkeit von Schuhen und Teppichen; sinnigerweise lassen Hundespielzeughersteller niemals (!!!) einen Airedale ihre Produkte testen, "unkaputtbar" gibt es für den Airedale nicht. Der Airedale bezieht in seine Testreihen auch gern technische Geräte wie Handys oder Fernbedienungen ein, er ist sich aber auch nicht zu schade für Ihre Socken und Unterwäsche, wo er gegebenenfalls auch Verdaulichkeit und Kompostierbarkeit überprüft. Gern übernimmt er auch die Aufgabe des Vorkosters für Ihre Speisen, natürlich nur, damit Ihnen kein Ungemach geschieht!

 

Innenarchitektur und Ambiente:

Ganz eigene Vorstellungen hat der Airedale darüber, was "schön", "praktisch" oder "verbesserungswürdig" ist. Er ist flexibel und schätzt daher äußerst konservatives Design genauso wie futuristisches. Er liebt Teppiche mit Fransen; sofern keine vorhanden sind, weiß er diesen Mangel zu beheben. Er liebt gedrechselte Stuhlbeine; sofern diese glatt sind, sorgt er für die Korrektur. Er liebt Sauberkeit - ist ihm übel, sucht er für Unvermeidliches natürlich die Teppichecke, die er bisher noch nicht benutzt hatte. Er liebt Ordnung - lassen Sie Ihren Krimi herumliegen, dann liest er ihn, und wenn Sie den Inhalt der letzten 30 Seiten auch kennen wollen, dann kommen Sie um einen Neukauf dieses Buchs nicht herum. 

 

Entertainment:

Nichts ist für den Airedale schlimmer als Langeweile, und er ist erfüllt von dem Wunsch, Ihnen auch Flexibilität zu erhalten und neue Erfahrungen zu ermöglichen. Dabei schätzt er es besonders, wenn er dabei größeres Publikum hat. Nach wochenlangem Training für eine Prüfung meint er am Prüfungstag, "was, wie? Kenn ich nicht, hab ich noch NIE gemacht!" Berichten Sie völlig überzeugt von bisherigem Verhalten Ihres Airedales in einer bestimmten Situation, benimmt er sich ausgerechnet dann natürlich völlig entgegengesetzt. Für jeglichen Unfug zu haben, zeigt er seine besten Clownerien dann, wenn Ihre Gäste elegant und hellfarbig gekleidet sind - "guck mal, ich hab dir diesen Regenwurm extra aus 30cm Tiefe ausgebuddelt, obwohl draußen so ein Matschwetter ist!"

 

Abweichendes Verhalten:

Airedales klauen. Gewohnheitsmäßig, professionell und m.M. nach genetisch bedingt. Sie klauen immer und überall, egal, ob Menschen-, Hunde- oder Katzenfutter, auch Pferdeleckerlis werden gern genommen. Sie klauen NIE, wenn ein Mensch im gleichen Raum ist und die passende Blickrichtung hat. Sie klauen IMMER, wenn sie unbeobachtet sind. Trotz Erziehung mit Klapperdosen, Mausefallen usw.
Ein wie ich finde besonders hübsches Beispiel: ein Teller mit Roastbeef, 1 Schäfermix und ein Airedale sind allein im Wohnzimmer. Als ich zurückkomme, sitzt der Schäfer ganz brav, hat Spuckefäden am Maul wie eine Kuh und mit Sicherheit nichts geklaut - und der Airedale steht auf dem Tisch, das Roastbeef ist spurlos verschwunden.
Einkäufe im Auto im Hundeabteil? Ausgeschlossen, wenn Airedales mitfahren.
Und das ganze hat überhaupt nichts damit zu tun, ob sie Menschenfutter je bekommen haben oder nicht - sie klauen einfach. Aus Prinzip.

 

 

Sprüchesammlung

 

We Airedales are sophisticated, intelligent, devoted, affectionate, strong, brave and loveable. Humility is not one of our virtues.

 

I don't mind sit, but you can forget roll over, fetch and beg.

 

New to Airedales? Do you have a carpet? Get rid of it!

 

 

Geschichtliches

 

Der Airedale stammt aus England, aus dem Tal der Aire in Yorkshire. Er wurde hauptsächlich aus dem Old English Terrier, dem Otterhound und dem Bullterrier gezüchtet, zur Verbesserung einzelner Eigenschaften wurden aber auch andere Rassen wie Setter und Collie eingekreuzt. Wichtiger als das Aussehen war den Züchtern des ursprünglichen Airedales seine Verwendbarkeit für alle erdenklichen Zwecke, der Airedale war ein working terrier, der sich schon immer vor allem durch seine Vielseitigkeit, seine Unempfindlichkeit, seinen Schneid auszeichnete. Er war Gehilfe bei der Jagd und bei der Wilderei, er wurde beim Viehhüten eingesetzt, war Wachhund auf der Farm und er war auch Kämpfer in der "pit".

 

Ende des 19. Jahrhunderts wurde er auf Hundeausstellungen in England gezeigt und er erhielt den Namen Airedale Terrier. Sein Auftauchen in Deutschland war 1894 mit ausschlaggebend für die Gründung des "Klubs für rauhhaarige Terrier", des heutigen "Klub für Terrier e.V."

 

Auch in Deutschland war der Airedale stets auch Arbeitshund: er war u.a. Meldehund im 1. Weltkrieg und lange Zeit der einzige "Ausländer" unter den anerkannten Diensthunderassen.

 

(Literatur hierzu: Dr. Christa von Bardeleben, Airedale Terrier)

 

In einer sich verändernden Gesellschaft ging es dem Airedale wie anderen Hunderassen auch: nur noch wenige sind "berufstätig" in dem Bereich, für den sie einst gezüchtet wurden. 

 

Trotzdem ist es den Züchtern unseres Airedales ein Anliegen, der Rasse die ursprünglichen Wesensmerkmale zu erhalten; seine genannte Unerschrockenheit, sein Schneid, seine Vielseitigkeit sollen heute gepaart sein mit Verläßlichkeit und grundsätzlicher Freundlichkeit.

 

Gegenüber frühesten Abbildungen hat sich bis heute auch das Aussehen des Airedales verändert, er soll idealerweise dem Rassestandard möglichst nahekommen. Der Standard für den Airedale wird in seinem Mutterland England geführt.

 

(Literatur hierzu: Dr. Christa von Bardeleben, Airedale Terrier

aktueller Standard hier )

 

 

Aus meinem Leben mit Haustieren

 

Katzi hat begriffen, wozu Fliegengitter gut sind. Sie ist entsetzt, daß ich ihr zu erklären versuchte, daß man sich da auch einen anderen Zweck auch vorstellen könnte, und sie beklagt meine mangelnde Intelligenz und Weitsichtigkeit. Jedenfalls ist sie felsenfest der Meinung, daß ein Fliegengitter dazu da ist, von einer Katze auf dem unabdingbar nötigen Weg nach draußen (oder ggf. auch nach drinnen) "geöffnet" zu werden. Sie meint, ich sei nicht flexibel genug. Und sie hält es für absolut nicht erwähnenswert, daß nach kätzischer Öffnung eines Fliegengitters der von mir verfolgte Zweck eines solchen, nämlich Untiere wie Fliegen, Mücken, Schneiderwipps, Falter und sonstiges vom Betreten meines Hauses abzuhalten, konterkariert wird. Dabei ist sowieso Invasion: im Wohnzimmer hat sich eine Legion Ohrwürmer zu einem Jugend(aus der Größe zu schließen)festival verabredet.

 

Quissie hat eine Protestnote überreicht; sie ist der Meinung, daß sie am Verhungern ist, nur durch Mundraub sich mühsam am Leben erhalten kann, und sie erwägt, den Tierschutz zu verständigen. Ich erwarte nun die kätzische Protestnote, dergestalt, daß auch ihre Schüssel ständig leer sei.

 

Die Katze meinte, "was, noch einer? Wie empörend!", wandte Fair Wind ihr indigniertes Hinterteil zu und schmollte; mittlerweile scheint sie zu zählen, ob auch alle drei Hunde auf einem Haufen zusammen sind und sie unbehelligt den Weg zum Futternapf antreten kann.

 

Fairy nahm als Vorspeise Mäuschen im Grasrand an einer Sauce aus Erde mit Regenwasser. Gilly zog eine Wellnessübung vor, sie wälzte sich.

 

...haben die lieben Hausgenossen die sowieso schon zerfetzte Programmzeitschrift weiter zerlegt – in naßgespüddelte, widerliche Bäh-Fetzchen, und ein wenig Teppich gekostet, der muß aber nicht so gut geschmeckt haben, denn man hat ihn wieder hervorgewürgt. Teppichreinigung mit Shampoo – Blue war der Meinung, das Shampoo habe ihr ausgezeichnet gemundet, ob ich nicht noch etwas nachlegen wollte .

 

...wieder Rennen angesagt. Blue klingt dabei wie eine ganze Stampede, und sie hat wie die Disney-Albatrosse Probleme beim Bremsen.

 

Blue ist der erste Hund, der tatsächlich "wau" macht und nicht "wöff" oder "beff" oder "hau" oder sonstwie. Katzi macht auch nicht "miau", sondern "mep" – dafür bildet sie mit diesem "mep" schon richtig lange verschachtelte Sätze, ich muß mich bemühen, beim Zuhören den Faden nicht zu verlieren; wahrscheinlich fangen ältere Katzen wie Menschen einfach zu brabbeln an.

 

Meine wohlerzogenen Tierchen haben nicht vorsätzlich das Kabel angenagt! Das Kabel hat sich böswillig von der Wand gelöst und sich um einen ganz armen Hund herumgeschlungen – sh. Harry Potter – der sich dann nur aus der verzweifelten Lage befreien konnte, indem er das Kabel durchtrennte.

 

...hat ein Hund ein wenig mitgestrickt, wollte nur ein wenig behilflich sein, reine Menschenfreundlichkeit von ihm. Nicht weiter schlimm, aber seine Stricktechnik war ein wenig unkonventionell, paßte irgendwie nicht zu meiner. Da mußte ich ein wenig wieder aufmachen, außerdem war die Wolle naß – ekelhaft! Rutscht ja überhaupt nicht!

 

Blue ist nur entsetzlich müde. Sie rennt und tobt intensiv mit ihrem Bruder, hat dazwischen aber genügend Zeit, unbeobachtet Wäschestücke oder Herrensocken zu entwenden und diese in den Garten zu befördern. Damit verausgabt sie sich sowohl physisch wie auch geistig und bedarf dann der Regeneration.

 

Blues gegenwärtiges Erscheinungsbild mißfällt mir nicht unerheblich. Kürzlich konstatierte ich noch, daß sie doch angenehm quadratisch wirkte – aktuell erscheint sie länglich und vor allem halslos. Ein wenig erfreulicher Anblick. Es erscheint angebracht, trotz der klimatischen Verhältnisse dem Gedanken an Trimmen näherzutreten. Mein Blick auf dieses Produkt meines züchterischen Bemühens erscheint derzeit geschärft, nachdem ich gerade den Standard getippt habe. Es ist mir somit gegenwärtig, wie ein Airedale auszusehen hätte, Hätte!

Edward mit den Scherenhänden: "Edward!" – "Sie haben geläutet, Madam?" – "Edward, nehmen Sie sich doch bitte morgen vormittag Blue vor!"

 

Wie der Verfassungsschutz verlauten ließ, radikalisiert sich der "Allgäuer Bund der Heimatvertriebenen und Entwurzelten (Haare)" und erwägt Anschläge auf die Handhaber von Trimm-Messern. Nicht unerhebliche Unterstützung erfährt dieser Bund von einem bisher nicht bekannten 4beiner "Blue", der die Ziele dieses Bundes energisch befürwortet.

Trimm-Messer-Halter erwägen im Gegenzug, sich auf die Liste der bedrohten Arten setzen zu lassen und den Europ. Gerichtshof für Menschenrechte anzurufen.

 

Ich habe versucht, das nicht-fressende Monster Calla (bzw. selektiv fressend – Haushaltspapier, Kabel, Tannenreisig, Rosen, Eiskaffee, Kabel, frisch gemähtes Gras, Teppiche, Plastikschüsseln, Kabel, Brennholz, Kabel, Kugelschreiber, Briefe – das alles scheint ihr ausgezeichnet zu munden, oder sagt man "maulen") zu überreden, wenigstens zeitweise die eingeplante Ration Hundefutter mittlerer bis sehr guter Qualität zu verzehren. Das gelang erst, als das Futter mit Bio-Hühnchen veredelt worden war.

 

Calla: sie ist ein 1-Hund-Unternehmen der organisierten Kriminalität – sie hat sich in der Beziehung bestens organisiert.

 

 

Ratschlag eines erfahrenen Airedales an einen Jungspund

 

Wenn du irgend etwas tun sollst, dann erkundige dich nach den Gründen, prüfe diese sorgsam und lehne ggf. eine aktive Beteiligung deinerseits bei unsinnigem Tun ab. Mögen sie dir auch hundertmal sagen, es diene deinem Besten, sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nötig, allgemein üblich oder in deinen Kreisen lange Tradition – lehne es ab, wenn es nicht exakt deinen eigenen Intentionen entspricht! Beginne wo nötig eine ausführliche Diskussion, beharre auf einem Standpunkt, und vertritt ihn mit mindestens dem gleichen Maß an Sturheit (wie Menschen). Und laß dich nicht von der abschließend geäußerten Sentenz, du solltest stille sein, beeindrucken und in unpassende Nachgiebigkeit drängen!

 

 

 

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